Mehr monatliche Einnahmen dank Kleinunternehmen
Kategorien: Geld
Viele Arbeitnehmer haben das Bestreben ihre Einnahmen aufzubessern. Eine gute Möglichkeit ist ein Nebenjob auf selbständiger Basis, denn hier hat man den Vorteil mehr oder weniger selbst entscheiden zu können wie viel zusätzliche Arbeit man wann leisten möchte. Ein andersartiger, “normaler” Nebenjob, zum Beispiel auf 400-Euro Basis hat den Nachteil dass man in der Regel eine bestimmte Wochenarbeitszeit hat (z.B. 12 Stunden wöchentlich zusätzlich zum normalen Arbeitstag) und man dies fest einplanen muss. Möchte man nun etwa in den Urlaub fahren, so müsste man sich gleich bei beiden Arbeitgebern frei nehmen und Termine doppelt abstimmen.
Eine selbständige Nebentätigkeit ist in vielen Fällen daher die eindeutig bessere Möglichkeit seinen Lohn zu erhöhen. Denn hier kann man wenn man mehr Zeit hat auch mehr arbeiten und wenn die freie Zeit gerade rar ist, zum Beispiel weil ein Urlaub ansteht, kann die eigene “Kleinfirma” auch einfach mal ruhen, ohne sich dabei mit Kollegen absprechen zu müssen.
Die Rechtsform der ersten Wahl um so etwas umzusetzen ist das Kleinunternehmen. Es ist weitgehend unbürokratisch, erfordert keine Einlagen oder ähnliches, kann auch von Schülern, Arbeitslosen und Studenten gegründet werden und steuerlich kann man damit auch gut weg kommen. Wer nämlich mit seinem Jahresumsatz unterhalb von 17.500 Euro beleibt, was bei einer Nebentätigkeit meistens der Fall sein wird, kann sich von der Mehrwertsteuer befreien lassen und hat so einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber größeren Unternehmen wie etwa Kommanditgesellschaften oder GmbHs.
Ein solches Kleinunternehmen kann innerhalb eines Tages beim örtlichen Gewerbeamt für eine Gebühr von etwa 20 Euro angemeldet. Weitere Kosten entstehen erst einmal nicht. Es ist (auch ganz offiziell) möglich Kleinunternehmer im Nebenerwerb zu sein, denn Entsprechendes kann direkt auf den Anmeldeformularen für das Kleinunternehmen angekreuzt werden. Wichtig ist nur das Ganze mit seinem Arbeitgeber abzusprechen bzw. sich eine schriftliche Genehmigung für eine selbständige Nebentätigkeit ausstellen zu lassen. Probleme kann es nur dann geben, wenn das Kleinunternehmen in direkter Konkurrenz zum Unternehmen an den man Angestellt ist darstellen könnte oder der Arbeitsaufwand für die Selbstständige Tätigkeit so hoch ist dass der Hauptjob darunter leidet.
Wie angehende Kleinunternehmer wählen für ihre Lohnaufbesserung Tätigkeiten die ohne besondere vorherige Investitionen und völlig frei durchzuführen sind. Nicht selten wird etwas Handwerkliches gemacht oder Webdesign angeboten. Manche Kleinunternehmer gehen auch nebenberuflich putzen und verdienen so selbständig viel mehr, als wenn sie dies für eine (oftmals ausbeutende) Firma tun würden.
Ein Kleinunternehmen ist keine Gesellschaft. Dies bedeutet dass Güter und Waren die der Person gehören auch gleichzeitig für das Kleinunternehmen genutzt werden können. Einnahmen die über das Kleinunternehmen gemacht werden, stehen direkt der Person zu sodass man sich zum Beispiel nicht um die Auszahlung des eigenen Lohnes kümmern muss, da er einem schon dann gehört wenn das Kleinunternehmen ihn vereinnahmt hat. Zu Ausübung der Tätigkeit muss kein Büro, Lager oder eine Werkstatt angemietet werden, denn meistens kann man dass was man vor hat auch in den eigenen vier Wänden ausüben. Es kann auch einfach das bereits bestehende private Girokonto für die Abwicklung der Geschäfte genutzt werden. Aus Gründen der Übersicht empfiehlt es sich jedoch ein separates Geschäftsgirokonto zu eröffnen. So lassen sich Einnahmen und Ausgaben wesentlich besser differenzieren.
Wer ein Kleinunternehmen gründen möchte, der sollte zunächst den Chef informieren bzw. fragen und sich dann mit dem zuständigen lokalen Gewerbemeldeamt in Verbindung setzen.